Neu im Bücherregal: »Logo Modernism« von Jens Müller und R. Roger Remington

In loser Folge stelle ich hier Bücher aus meiner Bibliothek vor. Heute und letzter Neuzugang im Bücherregal: »Logo Modernism« von Jens Müller, erschienen im Taschen Verlag im Jahr 2015.

Logosammlungen in Buchform gibt es viele — »Logo Modernism« jedoch ist weit mehr: ein imposantes Archiv, das Kommunikationsdesigngeschichte dokumentiert und in jedes Bücherregal gehört. Die abgebildeten Beispiele sind so geordnet, dass sie mehr als nur Inspirationsquelle sind.

Autor Jens Müller hat in diesem imposanten Werk rund 6.000 Markenzeichen aus der Zeit zwischen 1940 und 1980 zusammengetragen, sie nach Rubriken geordnet (geometrisch, typografisch, Effekt) und nach Gestaltungsmerkmalen klassifiziert (Linien, Punkte, Rotation, Positiv/Negativ, Spiegelung…). Schon bei der Lektüre von Jens Müllers Einleitung wird klar, dass er mit Julius Wiedemann zusammen ein Konzept verfolgt, das den Nutzern ihrer Sammlung einen großen Mehrwert bietet: denn mit den ausgewählten Logos zeigen sie auch Entwicklungen in dieser Zeitspanne auf.

Neben der umfassenden Logosammlung werden die Profile von acht prägenden Designern, darunter Paul Rand, Anton Stankowski und Yusaku Kamekura gelistet und acht bahnbrechende Projekte vorgestellt, wie etwa Fiat, die Olympischen Spiele von 1968 und London Electricity Board.

Einziger Kritikpunkt: das Format von 24,6 x 37,2 cm bei einem Gewicht von 3,6 Kilogramm macht die Lektüre dieses Buches etwas unhandlich. Auch sollte man den entsprechenden Platz im Bücherregal einplanen.

 

Jens Müller, R. Roger Remington: Logo Modernism

Köln: Taschen, 2015
ISBN 978-3-8365-4530-3
Preis: 50 €

Hardcover, 24,6 x 37,2 cm, 432 Seiten
Mehrsprachige Ausgabe in Deutsch, Englisch und Französisch

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