Das Pendant zur Helvetica und Univers: die Schrift »Maxima« in der DDR

Die für den mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm »Die Klärung eines Sachverhalts« verwendete Schrift ist die »Maxima«, die 1964 von Prof. Gert Wunderlich entworfen wurde. Sie zählt zu den meistverwendeten Groteskschriften in der DDR und entstand als ostdeutsches Pendant zu den zu dieser Zeit beliebten Schriften wie etwa Akzidenz-Grotesk (ab 1955), Folio (ab 1956), Helvetica (ab 1957) oder Univers (ab 1957).

Für die Maxima waren von Anfang an zahlreiche unterschiedliche Schriftschnitte geplant, um allen Anforderungen, die bei der Gestaltung von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen wie auch in der Werbung auftreten, gerecht zu werden. Nach sorgfältiger Analyse der vorhandenen Groteskschriften und eingehenden Studien ihrer Formdetails hatte Wunderlich 1964 einen Entwurf für eine Druckschrift erarbeitet, die sich in vielem von anderen serifenlosen Linear-Antiquas unterscheidet und die komplexen Bedingungen guter Lesbarkeit erfüllt.

Aktuell wurde die »Maxima« in einem Redesign als »Maxima Now« bei Elsner+Flake vorgestellt.

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Benutzte Literatur:
Albert Kapr, Detlef Schäfer: »Fotosatzschriften: Type-Design und Schriftherstellung«
Leipzig: VEB Fachbuchverlag, 1989.